Ob du ein erfahrener Läufer bist oder gerade erst anfängst – eines steht fest: Aufwärmen ist entscheidend, um Verletzungen zu vermeiden. Die besten Dehnübungen vor dem Laufen machen mehr, als nur deine Muskeln zu lockern – sie fördern deine Flexibilität und steigern deine Leistung. In diesem Guide stellen wir dir die effektivsten Dehnübungen vor und zeigen, wie du typische Fehler vermeidest. Lass uns deinen Körper optimal auf den Lauf vorbereiten!

Das Dehnen vor dem Laufen spielt eine zentrale Rolle für einen verletzungsfreien Start. Es steigert die Durchblutung, macht die Muskeln geschmeidiger und verbessert die Beweglichkeit. Aber nicht alle Dehnübungen sind gleich: Während statische Dehnungen (wie das lange Halten einer Position) ihre Vorteile haben, sind dynamische Dehnübungen für das Aufwärmen weitaus effektiver. Wir zeigen dir, warum du dich auf diese konzentrieren solltest.
Durch das Dehnen vor dem Laufen wird der Kreislauf angeregt und die Muskeln werden auf die bevorstehenden Bewegungen vorbereitet. Dynamische Dehnübungen, die fließende Bewegungen beinhalten, erhöhen die Flexibilität, verbessern die Koordination und erweitern den Bewegungsradius. Diese Übungen bereiten deine Muskeln aktiv auf den Lauf vor und reduzieren das Risiko von Verletzungen wie Zerrungen und Verstauchungen.
Viele glauben noch, dass statisches Dehnen, wie das langwierige Strecken der Oberschenkelmuskulatur, die beste Vorbereitung für den Lauf ist. Studien zeigen jedoch, dass diese Methode die Muskeln vor dem Laufen schwächen kann. Stattdessen solltest du dynamische Dehnübungen bevorzugen, die deine Muskeln aktivieren und die nötige Beweglichkeit fördern, ohne sie zu belasten.

Jetzt, wo du die besten Dehnübungen kennst, geht es darum, sie richtig in eine Routine zu integrieren. Eine konsistente Aufwärm-Routine ist entscheidend für einen erfolgreichen Lauf. Hier eine einfache Anleitung, die du vor jedem Lauf befolgen kannst:
Beginne mit 3 bis 5 Minuten leichtem Joggen. Der Zweck ist, deine Herzfrequenz sanft zu steigern und den Kreislauf in Gang zu bringen. Jogge in einem entspannten Tempo und lasse deinem Körper Zeit, sich auf den Lauf vorzubereiten.
Führe nun jede der dynamischen Dehnübungen aus. Mache jede Übung 10–15 Mal und achte dabei auf eine flüssige, kontrollierte Bewegung. Dehne nicht zu stark – es geht darum, die Muskeln zu aktivieren, ohne sie zu überdehnen.
Beende dein Aufwärmen mit Wadenheben und Fersenlauf. Beim Wadenheben stellst du dich mit schulterbreit auseinander stehenden Füßen hin und hebst die Fersen an, um die Wadenmuskulatur zu aktivieren und aufzuwärmen. Halte kurz und senke die Fersen ab. Beim Fersenlauf gehst du 30 Sekunden lang nur auf den Fersen, um deine Schienbeine und Fußgelenke zu aktivieren.
Dynamisches Dehnen bedeutet, die Muskeln durch verschiedene Bewegungsabläufe zu führen. Es ist ideal, um den Körper auf das Laufen vorzubereiten, indem es Flexibilität fördert und gleichzeitig Steifheit abbaut. Hier sind die besten Dehnübungen vor dem Laufen, die du unbedingt in dein Aufwärmen integrieren solltest:
Beinschwünge sind eine einfache, aber sehr effektive Übung, um die Hüften und Oberschenkel zu lockern. Stelle dich aufrecht hin und schwinge ein Bein vor und zurück. Beginne mit kleinen Bewegungen und steigere die Reichweite nach und nach. Mache 10–15 Schwünge pro Bein. Diese Übung hilft, die Beweglichkeit in Hüfte und Oberschenkel zu verbessern – besonders wichtig für das Laufen.
Hohe Knie sind eine großartige Möglichkeit, um das Herz-Kreislaufsystem anzukurbeln und die Hüftbeuger, Gesäßmuskeln und Oberschenkel zu aktivieren. Jogge an Ort und Stelle und ziehe die Knie so hoch wie möglich zur Brust. Achte darauf, ein zügiges Tempo beizubehalten und mache dies etwa 30 Sekunden lang. Hohe Knie helfen, auch den Rumpf zu aktivieren, was dir zu einer besseren Haltung beim Laufen verhilft.
Diese Übung zielt auf die Oberschenkelmuskulatur ab und fördert die Kniebeweglichkeit. Jogge an Ort und Stelle und versuche, deine Fersen so nah wie möglich an dein Gesäß zu bekommen. Achte darauf, den Oberkörper aufrecht zu halten und in einem gleichmäßigen Tempo zu laufen. Mach das etwa 30 Sekunden lang. Diese Übung lockert Hüften und Oberschenkel, was deine Beine auf das Laufen vorbereitet.
Ausfallschritte sind eine exzellente Übung, um die Flexibilität und Beweglichkeit der unteren Körperhälfte zu verbessern. Tritt mit dem rechten Fuß nach vorne und senke deine Hüften in die Ausfallschritt-Position ab. Drücke dich mit dem rechten Fuß ab und wechsle den Fuß. Wiederhole diese Bewegung 10–15 Mal pro Bein. Diese Übung öffnet die Hüften, dehnt die Oberschenkel und aktiviert die Gesäßmuskeln und Oberschenkel.
Auch wenn Laufen vor allem eine Beinaktivität ist, spielen deine Arme eine wichtige Rolle für das Gleichgewicht und die Körperhaltung. Armkreise sind eine ideale Übung, um die Schultern und den Oberkörper aufzuwärmen. Strecke deine Arme seitlich aus und mache kleine, kontrollierte Kreise. Vergrößere die Kreise nach und nach und führe 20–30 Wiederholungen in jede Richtung aus. So ist auch dein Oberkörper gut auf das Laufen vorbereitet.
Die Fußgelenke sind ein essenzieller Teil beim Laufen. Fußkreisen hilft, deren Flexibilität zu steigern und sich auf die wiederholte Belastung vorzubereiten. Stelle dich auf ein Bein, hebe das andere Fußgelenk an und drehe den Fuß im Uhrzeigersinn sowie gegen den Uhrzeigersinn. Mache jeweils 10–15 Wiederholungen. Diese Übung sorgt dafür, dass deine Fußgelenke beim Laufen beweglich bleiben.

Die Länge deines Aufwärmens hängt von deinem Fitnesslevel und deinen Zielen ab. Allgemein solltest du etwa 10–15 Minuten für deine Dehnroutine einplanen.
Ein gutes Aufwärmen umfasst etwa 3–5 Minuten leichtes Joggen, gefolgt von 10–15 Minuten dynamischem Dehnen. So gibst du deinem Körper genug Zeit, um sich vorzubereiten, ohne dich zu erschöpfen.
Wenn du auf ein spezielles Rennen hinarbeitest, wie etwa einen Marathon, kannst du mehr Zeit für das Aufwärmen aufwenden und deine Routine intensivieren. Für Anfänger reicht es oft aus, sich auf grundlegende Übungen zu konzentrieren. Je regelmäßiger du deine Routine durchziehst, desto natürlicher wird sie dir vorkommen. Weitere Tipps zur Gestaltung deiner Laufroutine findest du in unserem Leitfaden wie man mit dem Laufen beginnt.
Dehnen vor dem Laufen ist eine einfache, aber wirkungsvolle Methode, um Verletzungen vorzubeugen und deine Leistung zu verbessern. Indem du Dehnübungen vor dem Laufen in deine Routine integrierst, bereitest du deine Muskeln optimal vor und verbesserst die Flexibilität. Denk daran: Ein richtiges Aufwärmen ist genauso wichtig wie der Lauf selbst.
Für Anfänger sind einfache dynamische Dehnübungen wie Beinschwünge, hohe Knie und Ausfallschritte ideal. Diese Übungen helfen dir, die wichtigsten Muskeln zu aktivieren, ohne den Körper zu überlasten.
Du solltest eine sanfte Dehnung spüren, aber keine Schmerzen. Wenn du dich steif fühlst oder deine Beweglichkeit eingeschränkt ist, solltest du dir mehr Zeit für das Aufwärmen nehmen. Wichtig ist, dass du jede Übung mit Bedacht machst.
Du solltest das dynamische Dehnen in jedes deiner Aufwärmprogramme einbauen, um Verletzungen zu vermeiden und deine Laufleistung zu steigern.
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